Der Blog der Meisterhaften Tierportraits (3)
Herzlich Willkommen zum Blog über meine Tierportraits, Teil 3 ab dem 19.08.2013. Ich möchte hier in lockerer Reihenfolge über die Fortschritte an verschiedenen Projekten berichten - das geht natürlich nur, wenn sie nicht geheim sind, also werde ich keine Namen nennen und alles anonymisieren. Klickt auf einen der Artikel, dann öffnet sich das Fenster neu mit der Möglichkeit zur Interaktion.
Freitag, 3. April 2026
Projekt Max
Im Jahr 2007 hatte ich in Sudberg ein Pferd für die nächste Kundin gezeichnet, die nun im Januar 2026 wegen eines neuen Portraits auf mich zukam, ein Portrait von ihrem Hund Max. Die Fotos, die sie mir zuerst geschickt hat, fand ich nicht so wirklich geeignet (1. Foto), da gefiel mir ein anderes schon besser (2. Foto):
Natürlich soll das Fell schwarz sein und nicht so viel glänzen, wie auf dem Foto. Meine Nachfrage ergab, dass die Augen braun sind. Da es aber eine schwarzweiß-Zeichnung werden soll, ist das zwar eigentlich irrelevant, aber ich habe schon öfters in einer Schwarz-Weiß-Zeichnung farbige Augen gezeichnet. Da die Kundin keinen festen Termin nannte, zog ich das Portrait von Foxy vor und begann erst später mit diesem Portrait.
Schon die Zwischenstadien haben der Kundin gut gefallen und so konnte das Endresultat Mitte März abgeholt werden. Es wird einen schönen Platz im Wohnzimmer bekommen.
Projekt Foxy
Als meine ehemalige Reitbeteiligung letztens auf Facebook Fotos von ihrem Zweithund Foxy gepostet hatte, hatte ich sofort bei mir gedacht, dass sich das eine Foto davon sehr gut für eine Zeichnung eignen würde, hatte aber nur geschrieben, wie gut mir das Foto gefiel.
Genau mit diesem Foto kam nun eine Freundin von ihr auf mich zu, ob ich das noch bis Anfang Februar, alternativ zum Valentinstag, zeichnen könnte. Ich konnte das zwar nicht garantieren, habe aber umgehend mit dem Portrait begonnen.
Über diverse Zwischenstadien wurde dann das Fast-Fertig-Foto mit der Kundin besprochen. Leider sind die Fotos, die ich mit dem Handy drinnen bei schlechter Belichtung mache, immer etwas seltsam in der Farbgebung...
Sie wollte gerne die Ohrspitzen noch dunkler gezeichnet haben, was ich gerne umgesetzt habe. Natürlich wurden auch noch andere letzte Verbesserungen und Details eingearbeitet. Das Endresultat hat dann überzeugt und es wurde einen Tag vor dem 14.2. persönlich bei mir abgeholt. Die Beschenkte war von dem Portrait sehr angetan.
Dienstag, 13. Januar 2026
Projekt Poldi (2)
Meine Kundschaft generiert sich zu einem großen Teil aus Wiederholungsauftraggebern.
So zum Beispiel auch bei diesem Projekt. Für das Ehepaar hatte ich bereits zwei Katzen und später ihren Hund Poldi gezeichnet. Mit dem Portrait gab es bei der Post ein Malheur, es kam vollkommen zerstört in Berlin an, so dass ich es noch einmal neu zeichnen musste.
Dann beauftragte mich das Ehepaar mit einem Hund für einen Bekannten (Monty) und weil ihnen das so gut gefallen hatte, sollte Poldi noch ein zweites Mal gezeichnet werden. Das Foto war bei einem Strandurlaub entstanden, das Licht kam ein wenig von hinten, das Gesicht war halb im Schatten - aber es gefiel mir sehr gut. Ich konvertierte das Farbfoto in schwarz-weiß, weil es ja nur eine Kohlezeichnung werden sollte.
Weil es zu diesem Auftrag kein Lieferdatum gab, habe ich ein wenig getrödelt. Aber dann habe ich mich schließlich aufgerafft und die Vorzeichnung fertig gestellt.
Es folgten die ersten Tönungen, die Augen, die Nase und das übrige Fell.
Die Kundin hatte nach Übersendung des Fast-Fertig-Fotos noch einige Änderungswünsche, die ich umsetzte und dann versandte ich das fertige Portrait noch vor Weihnachten.
Ich war froh, als ich die Rückmeldung erhielt, dass das Portrait heil angekommen war und ihr gut gefiel.
Im Nachhinein finde ich, dass der helle Lichtstreif am linken Kopf ein wenig zu intensiv ausgefallen ist, aber der Gesamteindruck ist schon sehr schön.
Mittwoch, 12. November 2025
Projekt Archie & Lilli
Völlig überraschend erhielt ich im August eine Email von einem Pferdebesitzer aus meinem Stall, ein älterer Herr, der meistens vormittags dort ist und den ich deshalb nicht sehr oft sehe. Es kann sein, dass eine Bekannte ihm mein Prospekt gegeben hat.
Er bat um ein Doppelportrait seiner beiden kleinen Hunde, Archie & Lilli. Es sollte auf getöntem Karton in Farbe sein.
Die Fotos waren von der Auflösung nicht sehr gut, ich konnte aber immerhin 2 auswählen, die sich ganz nett zusammen arrangieren ließen.
Normalerweise zeichne ich ja 2 Tiere nicht auf dem kleinen getönten Karton, aber da es kleine Hunde waren und auch nicht viel mehr als die Köpfe gezeichnet werden mussten, habe ich mich darauf eingelassen. Da der Auftraggeber keinen Zeitrahmen vorgegeben hatte, habe ich das Portrait lange nicht angefangen, zumal zu der Zeit auch noch Monty in Arbeit war. Schließlich habe ich aber mit der Vorzeichnung begonnen und diese recht zeitnah fertiggestellt und dann auch schon mit dem links positionieren Hund begonnen.
Weil der Untergrund doch recht dunkel war, habe ich mich darauf verlegt nur bei Tageslicht zu zeichnen, nicht im Lampenlicht. Zunächst habe ich mit den Pan-Pastellen den Untergrund bereitet, und dann darüber die Fellstrukturen ausgearbeitet. Das hat natürlich etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, aber schließlich konnte ich schon mal ein erstes Zwischenergebnis von Archie zeigen.
Das habe ich dann noch verfeinert und dann mit den Pan-Pastellen die weiße Lilli vorgetönt. Hier konnte ich den braunen Untergrund dazu nutzen, die Hautfarbe durchscheinen zu lassen. Schon das Fast-Fertig-Foto konnte überzeugen.
Nach einer finalen Überarbeitung war das Portrait schliesslich fertig und konnte dem zufriedenen Auftraggeber am Stall übergeben werden.
Sonntag, 19. Oktober 2025
Projekt Monty
Es sind immer wieder ehemalige Kunden, die mich erneut wegen eines Portraits ansprechen, so auch Familie Hoffmann, für die ich bereits in 2000 und 2018 tätig wurde. Nun ging es darum, einen kürzlich verstorbenen Hund zum Geburtstag im Oktober für einen Bekannten zu zeichnen.
Es gab zwei gute Fotos von Monty - aufgrund der Auflösung und des Detailreichtums habe ich mich für dieses hier entschieden. Die Augen musste ich mir allerdings erst einmal etwas aufhellen, um überhaupt etwas erkennen zu können.
Wegen unseres Urlaubs und der Sommerhitze habe ich das Projekt lange vor mir hergeschoben. Schließlich machte ich mich aber schon mal die Vorzeichnung - schwer genug bei all diesen Haaren!
Wieder ließ ich die Zeichnung etwas liegen, als mich die Kundin kontaktierte und nach dem Stand fragte. Nun aber schnell an die Fertigstellung. Mit dem Schwammwerkzeug trug ich die ersten Tönungen auf und vervollständigte die Kontraste mit schwarzem Kohlestift.
Dann machte ich mich für den oberen Teil schon an die Details, weil ich Sorge hatte, wenn ich erst den unteren Teil getönt hätte, würde ich alles bei der weiteren Vervollständigung verwischen. Bleistift, Radiergummi, Kohlestift und Schwämmchen kamen hier weiter zum Einsatz.
Als nächstes ging es dann an die Nase und die umliegenden Haare - nicht einfach. Das Radiergummi half, einzelne helle Haarsträhnen hervorzuheben.
Im Endspurt wurden dann die hellen Körperhaare strukturiert, hauptsächlich mit dem Schwämmchen, nur vereinzelt waren dunklere Tönungen mit dem dünneren Kohlestift erforderlich.
Nachdem das Endresultat für Begeisterung gesorgt hatte, habe ich das Portrait gut verpackt frühzeitig verschickt, da es zum Verschenken noch gerahmt werden sollte. Noch vor der Übergabe erreichte mich ein Foto von dem gerahmten Bild - wunderschön.
Der Beschenkte soll sich sehr gefreut haben.
Dienstag, 22. Juli 2025
Projekt Maybe
Anläßlich der Übergabe des Portraits von Muflon-Bock Alfred an die Inhaberin des Futtermittelladens in Ronsdorf, hatte mich ihre Mitarbeiterin auf ein Portrait ihres Pferdes zum Geburtstag ihrer Tochter angesprochen. Wir einigten uns schon bei der Durchsicht ihrer Handyfotos auf eines, das als Vorlage geeignet wäre. Ich habe es geradegerückt, aufgehellt und in sw konvertiert, damit es als Vorlage für eine Kohlezeichnung dienen kann.
Der Termin des Geburtstages war erst Mitte des Jahres, also schob ich die Anfertigung etwas vor mir her. Gerade als ich mich entschieden hatte zu beginnen, ereilte mich ein kleiner Reitunfall - und ein anderer etwas eiligerer Auftrag, den ich dann vorzog.
Im Anschluss begann ich aber mit dem Portrait, auch für den Fall, dass evtl. noch andere Aufträge hereinkommen würden und ich dann in Zeitnot geraten könnte.
Das Papier ist natürlich reinweiß, ich musste es nur dunkler machen, um die Linien sichtbar zu machen.
Auch,wenn das Portrait erst für Juli geplant war, wollte ich es unbedingt vor unserem Urlaub fertig machen. Ich habe mir viel Zeit gelassen und dann nach und nach die Zwischenstände gemeldet.
Nachdem noch der Wunsch nach einer Änderung der Augenpartie herein kam, wurde das Portrait fertiggestellt und einer zufriedenen Kundin übergeben.
Die Veröffentlichung dieses Blogbeitrags konnte dann erst nach der Übergabe des Geschenks erfolgen.
Samstag, 5. April 2025
Projekt Teddy & Flocke
Manchmal führt ein aufgehängtes Portrait zu Folgeaufträgen, so geschehen mit dem Portrait, das meine ehemalige Reitbeteiligung mit ihren Kolleginnen ihrer Chefin, einer Tierärztin geschenkt hat. Eine Patientenbesitzerin hat das Portrait gesehen und sich nach der Künstlerin erkundigt - so fand sie den Weg zu mir.
Gewünscht war ein Portrait von zwei Hundeköpfen auf einem kleinen Format. Normalerweise mache ich das ja nicht auf so klein, habe aber in diesem Fall eine Ausnahme gemacht, zumal es sich wirklich nur um die Köpfe handelte. Das Portrait soll dem Ehemann zum Geburtstag geschenkt werden. Da ich leider kurz zuvor einen Reitunfall hatte, konnte ich erst einen Termin für Ende März/Anfang April zusichern.
Mir wurden einige einzelne Fotos zur Auswahl geschickt. Da der eine Hund bereits verstorben war, musste eines der vorhandenen Fotos ausgewählt werden. Wir haben uns gemeinsam auf diese beiden Bilder geeinigt, wobei das Brötchen im Maul des verstorbenen Hundes natürlich nicht mitgezeichnet werden soll.
Als Arrangement wurde eine etwas verschobene Anordnung gewählt, die den Platz besser nutzt und optisch etwas gefälliger ist, als eine reine Platzierung der Köpfe nebeneinander.
Obwohl es eine schwarz-weiß-Zeichnung werden soll, weil die Hunde keine Farbe haben und auf den Fotos die Farbe nur durch die Sonneneinstrahlung verursacht wurde, habe ich mit den Pan-Farben erst in grau und schwarz eine Vorschattierung vorgenommen und dann mit den schwärzeren Kohlestiften nachgearbeitet. Im Gegensatz zu meiner sonstigen Vorgehensweise habe ich hier erst einmal den linken Hundekopf komplett fertiggestellt, bevor ich zu dem anderen übergegangen bin, weil es sich in diesem Querformat so leichter arbeiten ließ, ohne die aufgetragenen Farben zu verwischen. Also wurde Teddy zuerst fertig und dann schließlich auch Flocke, wobei es nicht so leicht war, das Brötchen außer Acht zu lassen.
Das Fast-Fertig-Foto brachte zutage, dass die Schnauze der gepunkteten Flocke nach Meinung der Auftraggeberin doch noch nicht so gelungen war. Sie konnte mir ganz gute Tipps geben, was man ändern könnte. Das war hilfreich, denn sie kannte ihren Hund ja persönlich ;-)
Nach der Überarbeitung war sie aber zufrieden und so konnte das Portrait ein paar Tage später persönlich übergeben werden. Die Kundin hatte gleich einen passsenden Rahmen mitgebracht, so dass das Portrait geschützt die Heimreise antreten konnte. Es wurde am nächsten Tag dem Ehemann als nachträgliches Geschenk zum Geburtstag überreicht - wie immer, wenn eines der portraitierten Tiere bereits gestorben ist, war das wohl eine emotionale Angelegenheit.
So hängt aber nun eine schöne Erinnerung an der Wand, an der man sich jeden Tag wieder erfreuen kann.
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